Ich bin grade dabei, meine Blogliste mal wieder durchzustöbern und wurde dann daran erinnert, dass ich ja selbst ein Blog habe. Das arme Kleine, es fühlt sich sicher schon total vernachlässigt. Jetzt schreibe ich zum Soundtrack zu „Eyes Wide Shut“, meine Haare kitzeln am Rücken und ich versuche zumindest etwas halbwegs sinnvolles zusammen zu bekommen.
Die Enttäuschung scheine ich recht gut verdaut zu haben, wenn ich so in mich hinein horche. Was bleibt, sind doch sehr angenehme Erinnerungen, es war eine sehr aufregende und, wo ich grade schon so ehrlich bin, auch erregende Zeit. Leider viel zu kurz, wie es meistens ist und auch zu wenig Zeit miteinander. Nunja, ich bin schließlich ein großes Mädchen 
Drückend warm ist es hier wieder, alle Bekannten mit denen ich in letzter Zeit gesprochen habe schütteln schon den Kopf über mich. Aber ich kann nunmal nichts für das Wetter hier 
Gerade fängt das Titelstück des Soundtracks wieder an, Musik, die mich schon faszinierte, als ich den Film das erste Mal sah. Mittlerweile sitze ich hier in der Dämmerung, es wird von Sekunde zu Sekunde dunkler. Ich mag die Dunkelheit und die drückenden Klänge des Klaviers passen zu meiner Stimmung. In letzter Zeit bin ich sowieso meist in einer sehr nachdenklichen Stimmung und weiß nicht genau, woran es liegt.
Momentaufnahmen eines bedeutungslosen Lebens, seltsam, dass das überhaupt jemand liest. Das Lied klingt langsam aus, ich habe die Augen geschlossen. Der zweite Song fängt an und ich sehe die Bilder des verbotenen Maskenballs vor mir, der so faszinierend war. Im Gegensatz zu der gesamten Stimmung des Films klingt dieser Titel sogar recht fröhlich.
Am letzten Samstag habe ich noch einiges an Gerüchten gehört, mich selber betreffend. Enttäuschend, ich mochte diesen Menschen eigentlich mal, aber das will er wohl nicht verstehen. Aber mehr als diesen Satz hier werde ich ihm nicht widmen. Wenn es so weitergeht wird er wohl aus dem Leben gestrichen, passiert. Aus dem Auge – aus dem Sinn. Oder sollte ich sagen: Aus der Gruppe, aus dem ICQ, aus den Gedanken? Wir werden sehn.
Das Leben selber, im Prinzip total ereignislos. Wert, darüber zu schreiben? Nicht wirklich. Dennoch, schreiben erleichtert. Auch wenn all dies verwirrend klingt, keinen Zusammenhang hat, es ist eine Möglichkeit, sich mitzuteilen und auch mit sich selbst ins Reine zu kommen, ein stückweit jedenfalls.
Nun denn, es wartet noch Arbeit auf mich.
Meinen Seelenmüll habe ich ausgeleert, in einen Abfalleimer Namens Blog. Hey ihr da draußen, die meisten von euch kenne ich, wie haltet ihr das mit mir aus? Ich mag euch