Archiv für August, 2007

Seelenmüll

Veröffentlicht in Ich will keine Schokolade mit Tags , , am 22. August 2007 von ladyelenya

Ich bin grade dabei, meine Blogliste mal wieder durchzustöbern und wurde dann daran erinnert, dass ich ja selbst ein Blog habe. Das arme Kleine, es fühlt sich sicher schon total vernachlässigt. Jetzt schreibe ich zum Soundtrack zu „Eyes Wide Shut“, meine Haare kitzeln am Rücken und ich versuche zumindest etwas halbwegs sinnvolles zusammen zu bekommen.

Die Enttäuschung scheine ich recht gut verdaut zu haben, wenn ich so in mich hinein horche. Was bleibt, sind doch sehr angenehme Erinnerungen, es war eine sehr aufregende und, wo ich grade schon so ehrlich bin, auch erregende Zeit. Leider viel zu kurz, wie es meistens ist und auch zu wenig Zeit miteinander. Nunja, ich bin schließlich ein großes Mädchen

Drückend warm ist es hier wieder, alle Bekannten mit denen ich in letzter Zeit gesprochen habe schütteln schon den Kopf über mich. Aber ich kann nunmal nichts für das Wetter hier

Gerade fängt das Titelstück des Soundtracks wieder an, Musik, die mich schon faszinierte, als ich den Film das erste Mal sah. Mittlerweile sitze ich hier in der Dämmerung, es wird von Sekunde zu Sekunde dunkler. Ich mag die Dunkelheit und die drückenden Klänge des Klaviers passen zu meiner Stimmung. In letzter Zeit bin ich sowieso meist in einer sehr nachdenklichen Stimmung und weiß nicht genau, woran es liegt.

Momentaufnahmen eines bedeutungslosen Lebens, seltsam, dass das überhaupt jemand liest. Das Lied klingt langsam aus, ich habe die Augen geschlossen. Der zweite Song fängt an und ich sehe die Bilder des verbotenen Maskenballs vor mir, der so faszinierend war. Im Gegensatz zu der gesamten Stimmung des Films klingt dieser Titel sogar recht fröhlich.

Am letzten Samstag habe ich noch einiges an Gerüchten gehört, mich selber betreffend. Enttäuschend, ich mochte diesen Menschen eigentlich mal, aber das will er wohl nicht verstehen. Aber mehr als diesen Satz hier werde ich ihm nicht widmen. Wenn es so weitergeht wird er wohl aus dem Leben gestrichen, passiert. Aus dem Auge – aus dem Sinn. Oder sollte ich sagen: Aus der Gruppe, aus dem ICQ, aus den Gedanken? Wir werden sehn.

Das Leben selber, im Prinzip total ereignislos. Wert, darüber zu schreiben? Nicht wirklich. Dennoch, schreiben erleichtert. Auch wenn all dies verwirrend klingt, keinen Zusammenhang hat, es ist eine Möglichkeit, sich mitzuteilen und auch mit sich selbst ins Reine zu kommen, ein stückweit jedenfalls.

Nun denn, es wartet noch Arbeit auf mich.
Meinen Seelenmüll habe ich ausgeleert, in einen Abfalleimer Namens Blog. Hey ihr da draußen, die meisten von euch kenne ich, wie haltet ihr das mit mir aus? Ich mag euch

Erledigt.

Veröffentlicht in Ich will keine Schokolade am 12. August 2007 von ladyelenya

Tja, das hat es sich wohl.
Blauäugig reingerannt und mal wieder auf die Schnauze gelegt. Ich musste erstmal selber damit klar kommen, ehe ich das hier verewige.
Am Montag hab ich gebeichtet.
War ‘ne scheiß Situation. Egal. Tat weh, aber erstaunlicherweise doch nicht so sehr. Traurig.
Naja, seitdem ist erstmal Stille.
Treffen? Keine Ahnung, hat wohl was in Aussicht. Schön für ihn. Bin ich Schwein und wünsch mir, dass es nix wird? Keine Ahnung.

Erstmal ein paar Verbindungen gekappt, etwas Abstand gewinnen, in die Arbeit stürzen und ein paar Leuten Beine machen.

Hey ihr beiden, ja euch mein ich. Danke für eure Geduld an dem Abend und das zum Lachen bringen. Ihr seid süß

Schön

Veröffentlicht in Ich will keine Schokolade, Verwirrt, geirrt, gemisch am 6. August 2007 von ladyelenya

Schön, das …

…. ist das Wetter draußen. Heiß ist es, eigentlich viel zu heiß für meinen Geschmack. Doch heute hat die Hitze eine andere Wirkung auf mich. Ich heize mich innerlich auf, ungestilltes Verlangen tritt in den Vordergrund des Denkens. Wissen, dass man diesen Durst, diesen Drang nicht stillen kann. Gedanklich kreist alles um einen bestimmten Termin, wie würde es sein? Das erste Treffen nach einem halben Jahr? Ein Treffen unter vollkommen geändert Vorraussetzungen? Es setzt mir zu. Immer und immer wieder spiele ich Szenen durch wie es sein wird und doch weiß ich, dass es ganz anders sein wird … Oder doch nicht? Es liegt an mir, meinen Traum, der mich fast täglich weckt, in die Realität umzusetzen.

… ist das Entdecken, dass er wieder da ist. „Da“ ist leider viel zu weit weg, doch ist er mir näher, als die Tage ohne Internet und Telefon. Die Gedanken in den Hintergrund gedrängt, versucht, das Verlangen im Griff zu behalten, die Fassade der Gefasstheit zu wahren – so saß ich vorhin noch auf der Arbeit. Es gelang mir … bis ich seine erste Nachricht las. Es war, als würden wir ein Gespräch fortsetzen, das wir kurz unterbrochen hatten. Geplänkel – natürlich. Eindeutiges Geplänkel. Die Fassade bröckelte, die Nachrichten, Anspielungen, Informationen – alles wurde eindeutiger. Faszinierend, wie es jemand mit einem Satz schafft, meinen Puls zum Rasen zu bringen … Es gibt Dinge, die versteht man selber nicht … Doch alles verstehen wollen … nein. Dem Leben würde das Prickeln fehlen … das gewisse Etwas.. so hat man immer noch Vorfreude auf das Unbekannte.

… ist, wenn man sich selber endlich die Wahrheit eingesteht. Die Erkenntnis zu haben, dass da anscheinend doch mehr ist, als nur gelegentlicher Spaß. Doch was damit anfangen? Zur Seite schieben, bis das inbrünstig herbei gesehnte Treffen endlich stattfindet.

… ist die Vertrautheit, die mit wenigen Worten hergestellt wird.

… sind einige Momente am Telefon.

… ist im Moment mein Leben.